Mit dem Maler Jonas Burgert im Gespräch

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Nicht jeden Tag hat man die Möglichkeit, mit einem der erfolgreichsten deutschen Künstler zu plauschen, noch seltener über das eigene künstlerische Schaffen. Die Akademie für Malerei in Berlin hatte Jonas Burgert für ein Wochenende eingeladen, um Studenten und Absolventen im Rahmen einer Bildbesprechung wertvolle Tipps für die künstlerische Entwicklung zu geben.

Das Wichtigste in der künstlerischen Arbeit sei, Entscheidungen zu treffen, thematisch wie auch malerisch: "Wenn Du eine Entscheidung getroffen hast, folgen wir dir überall hin, du musst es nur entscheiden." Jonas Burgert ist von seiner These überzeugt. "Deine künstlerische Idee zeigt uns deine Sicht auf die Welt. Wir müssen aus uns selbst heraus malen, echt und ehrlich arbeiten, und trotzdem stellvertretend sein, um andere zu erreichen." Eine Gratwanderung, die nicht leicht ist, und für die jeder Künstler in jedem Bild wieder neu kämpfen muss. "Eine künstlerische Idee beinhaltet immer Kraft, Reibung und Kontrast.", weis Jonas Burgert zu berichten.

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"Wir sind Maler und können die Kraft der Illusionsfläche nutzen. Und dabei können wir das ganze Spektrum der Dramaturgie einsetzen."

Ab und an mal über die Grenzen gehen, sich selbst auszuloten, empfielt Jonas Burgert. Und dabei sei die künstlerische Qualität nicht von Realismus oder Abstraktion abhängig, sondern von der Intensität. Vorraussetzung sei, eine Empfindung von dem zu haben, was man malen will: "Du musst nicht die Szene malen, sondern die Empfindung der Szenerie. Kunst ist nicht denken. Kunst ist die Empfindung zu denken."

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